AKUPUNKTUR
 

Was ist Akupunktur?
Das chinesische Wort für Akupunktur besteht aus zwei Teilworten, die die Hauptanwendung der Akupunktur beschreiben, nämlich dem Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte und dem Erwärmen (Moxibustion) der Punkte.

Die Akupunktur ist ein Teil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). In der Akupunktur werden 367 Akupunkturpunkte beschrieben, die auf den Meridianen angeordnet sind. Es gibt zwölf Hauptmeridiane, die jeweils spiegelverkehrt auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, acht Extrameridiane und eine Reihe von so genannten Extrapunkten. Nach der Vorstellungen der TCM wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi beeinflusst. Die Akupunktur gehört zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien.
 

Wie wird eine Akupunkturbehandlung durchgeführt?
Eine Akupunktursitzung dauert etwa 30 Minuten. Der Patient wird ruhig und entspannt gelagert.
Vor dem Einstich einer Nadel wird die Stelle und die unmittelbare Umgebung abgetastet.
Während einer Sitzung werden immer so wenige Nadeln wie möglich gestochen, meist 10-12 Nadeln.
Die komplette Behandlung umfasst in den meisten Fällen 10 Sitzungen.
 


Bei welchen Erkrankungen kann eine Akupunktur sinnvoll sein?

Eine Akupunkturbehandlung kann unter anderem bei den folgenden Erkrankungen die Beschwerden bessern:

  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Neurologische Erkrankungen (z.B. nach Schlaganfall)
  • Allergien (z.B. Heuschnupfen)
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Asthma
  • Schlafstörungen

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Im Allgemeinen treten bei sachgemäßer Handhabung der Akupunktur kaum Nebenwirkungen auf. Wir verwenden nur steril verpackte Einmalnadeln, durch die keine Infektionskrankheiten übertragen werden können.

An der Einstichstelle, kann sich in seltenen Fällen ein kleiner Bluterguss bilden. Dieser ist gesundheitlich unbedenklich, kann jedoch im Gesicht für einige Tage ein kosmetisches Problem darstellen.
Menschen mit niedrigem Blutdruck oder Kollapsneigung sollten sich nach der Akupunkturbehandlung eine Weile ausruhen.


Wer sollte nicht akupunktiert werden?

Wir akupunktieren in unserer Praxis keine Patienten, die Marcumar zur Blutverdünnung einnehmen. Ebenso führen wir keine Akupunkturbehandlung bei Epileptikern und Patienten mit Psychosen durch.


Kosten der Akupunkturbehandlung

Alle Privatkassen, Beihilfen und die Post B zahlen Akupunktur normalerweise im Rahmen der GOÄ.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Akupunkturbehandlung im Rahmen einer Schmerztherapie bei chronischen Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und bei chronischen Knieschmerzen, wenn die Beschwerden länger als 6 Monate bestehen.

Die Behandlung von anderen Erkrankungen, z.B. Kopfschmerzen, wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.

Links:
www.daegfa.de

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