DIAGNOSTIK - EVOZIERTE POTENZIALE
 

Hierbei werden von der Kopfhaut mit Hautelektroden die Reaktionen des Gehirns auf verschiedene Reize abgeleitet. Diese Reize können in der neurologischen Routinediagnostik entweder Reize des Auges (VEP), des Ohres (AEP) oder auch des sensiblen Nervensystems (SEP) sein. Je nachdem welche Sinnesbahn untersucht werden soll, besteht der Reiz aus einem Schachbrettmuster auf einem Fernsehschirm, einem Knackgeräusch über einen Kopfhörer oder einem elektrischen Impuls an den Extremitäten.

 

VEP: Die visuell evozierten Potenziale ermöglichen eine Beurteilung des Sehnervens und der Sehbahn, vor allem bei entzündlichen Veränderungen des Sehnervens.
Bei der Untersuchung betrachtet der Patient ein Schachbrettmuster, das in Sekunden- abständen seine Farbe umdreht.
Die dadurch ausgelösten elektrischen Potenziale werden dann aufgezeichnet.


AEP: Die akustisch evozierten Potenziale ermöglichen die Beurteilung der Nervenbahnen des Hirnstamms und des Hörnervs. Die Untersuchung wird zum Beispiel zur Diagnostik eines Akustikusneurinoms durchgeführt. Der Patient hört über einen Kopfhörer ein Knackgeräusch und die elektrischen Potenziale werden aufgezeichnet.



SEP: Die somatisch evozierten Potenziale ermöglichen eine Beurteilung der zentralen somatosensiblen Leitungsbahnen und peripherer sensibler Nerven. Über eine Stimulationselektrode werden wiederholte elektrische Reize gesetzt. Die Messelektroden werden an der Kopfhaut und am Körper mit einem Kontaktgel angebracht. Durch Vergleich der Laufzeiten und der Entfernungen kann dann bestimmt werden, in welchem Abschnitt eine etwaige Verzögerung des Signals aufgetreten ist.

Bei Patienten mit Herzschrittmachern oder Schwangeren führen wir sicherheitshalber keine SEP durch.

Die Untersuchung dauert etwa 10-20 Minuten.

 

Wer macht die Untersuchung?
Die Untersuchungen werden von unserem Assistenzpersonal durchgeführt. Die Ärzte werten die Untersuchungsergebnisse aus.

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