ERKRANKUNGEN UND THERAPIEN - PARKINSON KRANKHEIT
 

(Synonyme: Morbus Parkinson, Parkinsonsche Krankheit)
Die Parkinson Krankheit ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und wurde nach dem britischen Naturwissenschaftler James Parkinson, der die typischen Symptome Anfang des 19. Jahrhunderts als erster ausführlich beschrieb, benannt.

Bei der Erkrankung ist das Gleichgewicht wichtiger Botenstoffe im Gehirn gestört. Die Parkinson Krankheit ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie betrifft bestimmte Gebiete des Gehirns (die Basalganglien), die an der Kontrolle der willkürlichen und unwillkürlichen Bewegung beteiligt sind.

Das langsame Absterben von Zellen der Substantia nigra (Schwarze Substanz) verursacht einen Mangel des Botenstoffes Dopamin im Gehirn. Dieser Mangel führt zu den Symptomen der Krankheit.

Welche Beschwerden treten auf?
Eine Reihe unspezifischer Beschwerden kann den typischen Symptomen der Parkinson Krankheit bereits um mehrere Jahre vorausgehen. Dazu gehören Missempfindungen oder Schmerzen in den Armen oder Beinen, vermehrte Ermüdbarkeit oder Ungeschicklichkeit oder auch Persönlichkeitsveränderungen. Frühe Zeichen können auch Störungen der Feinmotorik sein.

Die klassischen Beschwerden der Parkinson Krankheit beeinträchtigen vor allem die Beweglichkeit der Betroffenen. Häufig beginnen die Beschwerden einseitig und breiten sich langsam auf die Gegenseite aus.

Das Vollbild der motorischen Beschwerden ist durch einen Ruhetremor (Zittern), Rigor (Starre) und Akinese (Bewegungslosigkeit) gekennzeichnet.
Durch die motorischen Störungen kommt es zu einer veränderten Körperhaltung und einen veränderten Gangbild.

Auch nicht-motorische Beschwerden können im Verlauf der Parkinson-Krankheit auftreten, z.B. leichte Depressionen, geistiger Abbau, niedriger Blutdruck im Stehen.

Was sind die Ursachen einer Parkinson-Krankheit?
In der Mehrzahl der Fälle treten die Beschwerden ohne erkennbare Ursache (idiopathisch) auf. Man spricht dann von der Parkinson Krankheit (Morbus Parkinson).
Bei 20-30% der Betroffenen sind die Beschwerden Ausdruck einer anderen "neurodegenerativen" Erkrankung. In seltenen Fällen ist die Parkinson Krankheit vererbt.

Die Parkinson Krankheit ist vorwiegend eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Nur etwa 10% der Betroffenen sind bei Diagnosestellung jünger als 40 Jahre. In der Regel fällt die Erkrankung zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu.

Wie wird die Erkrankung festgestellt?
Die Diagnose der Parkinson Krankheit wird vor allem aufgrund einer neurologischen Untersuchung gestellt.
In frühen Krankheitsphasen gibt es ein breites Spektrum an Krankheiten, die nur schwer von der Parkinson Krankheit abgegrenzt werden können. Die Verbesserung der Symptomatik durch Medikamente hilft, die Diagnose zu unterstützen.

In Zweifelsfällen und um andere Erkrankungen auszuschließen, können weitere Untersuchungen hilfreich sein.

Eine Bildgebung des Gehirns (Kernspintomographie-MRT) wird hauptsächlich gemacht, um eine andere Erkrankung auszuschließen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Parkinson Krankheit ist bislang nicht heilbar. Durch Medikamente ist es jedoch in vielen Fällen möglich, die störenden und einschränkenden Beschwerden deutlich zu vermindern.

Eine moderne Parkinsonbehandlung kann den Betroffenen eine weitestgehend selbstständige Lebensführung ermöglichen und die Lebensqualität erhalten. In vielen Fällen ist es möglich, im Alltag, Beruf und Familie selbstständig und aktiv zu bleiben.

Links zum Thema Parkinson Krankheit
www.kompetenznetz-parkinson.de
www.parkinson-web.de
www.parkinson-selbsthilfe.de

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